Myanmar – Tee aus dem Goldenen Land
Myanmar gilt als der mutmaßliche Ursprung der Teepflanze camellia sinensis. Das Land in Mittellage zwischen zwei kulinarischen Hochkulturen ist stark beeinflusst von der chinesischen Grünteekultur sowie von der anglo-indischen Schwarzteetradition. Angebaut wird überwiegend Grüntee, der als Nationalgetränk gilt und in jedem Tea-Shop und Restaurant kostenlos zum Essen gereicht wird. Daneben gibt es burmesischen Schwarztee, einen sehr kräftigen Schwarztee, der nach englischer Art mit gesüßter Kondensmilch getrunken wird.
Der Geschmack Myanmars
Grüner Tee aus Myanmar ist intensiv-kräftig im Geschmack mit fruchtig-lieblichen und leicht rauchigen Noten. Ein ursprünglicher und authentischer Teegenuss aus einem der letzten unentdeckten Tee-Paradiese dieser Welt!
Teehäuser
Die burmesischen Teehäuser (oder Tea-Shops) sind ein fester Bestandteil des Lebens in Myanmar und ein wichtiger Treffpunkt für die Einheimischen. Selbst die abgelegensten Dörfer besitzen Teehäuser, die als nationale Institutionen angesehen werden und in denen den ganzen Tag über ein reges Treiben herrscht. Hier wird gefrühstückt, zu Mittag gegessen und sich am Nachmittag und Abend mit Freunden, Familie oder auch Geschäftspartnern getroffen. Dass Tee in Myanmar einen besonderen Stellenwert einnimmt, erkennt man auch daran, dass in den Teehäusern auf jedem Tisch stets eine Kanne Grüntee steht, der als kostenloser Durstlöscher dient. Myanmar ist außerdem eines der wenigen Länder, in denen Teeblätter auch zum Kochen verwendet werden. Der Lephet Toke (oder auch le-pet thouk) ist ein Salat aus fermentierten Teeblättern, die kurz aufgekocht und anschließend für sechs Monate in Bambusrohren verstaut im Boden vergraben werden. Traditionell serviert wird der Teeblatt-Salat (Tea Leaf Salad) mit Gewürzen wie Ingwer und Knoblauch sowie Erdnüssen.